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Brennt im Tabellenkeller noch Licht?

Thomas Behrendt, 08.10.2026

Brennt im Tabellenkeller noch Licht?

In der Landesklasse 2 treffen am 8. Spieltag Buttstädt und Dingelstädt aufeinander – für beide Teams steht enorm viel auf dem Spiel

von Christopher Plischka · 08.10.26

Wenn am Samstag der SV Empor Buttstädt den SV 1911 Dingelstädt empfängt, geht es im Tabellenkeller der Landesklasse 2 bereits um enorm viel. Gerade einmal sieben Spieltage sind absolviert, doch die Ausgangslage für beide Mannschaften ist schon äußerst angespannt.

Buttstädt wartet noch immer auf den ersten Punkt der Saison, Dingelstädt konnte bislang drei Zähler sammeln. Ein Sieg im direkten Duell könnte für beide Teams deshalb eine ganz andere Dynamik in den weiteren Saisonverlauf bringen.

Dabei will man sich in Buttstädt von der bisherigen Punktausbeute nicht entmutigen lassen. Trainer Thomas Steiner sieht bei seiner Mannschaft vielmehr eine klare Entwicklung. „Die Steigerung ist klar ersichtlich. Von den letzten drei Spielen darfst du eigentlich keins verlieren“, blickt der Buttstädter Coach auf die vergangenen Wochen zurück. Was bislang noch fehlt, sind vor allem die Kleinigkeiten: „Wir machen eben noch zu leichte Fehler, die in der Klasse bestraft werden.“ Trotz der weiterhin leeren Punktausbeute ist Steiner deshalb überzeugt, dass die ersten Erfolgserlebnisse nicht mehr lange auf sich warten lassen. „Aber wir arbeiten und entwickeln uns weiter und dann wird das mit den Toren und Punkten nicht mehr lange dauern.“ Gerade das anstehende Duell mit Dingelstädt bietet nun die Gelegenheit, diese Entwicklung erstmals auch in Zählbares umzumünzen.

Dass die Aufgabe alles andere als einfach wird, weiß auch Dingelstädts Trainer Rico Baumann. „Die letzten Ergebnisse von Buttstädt sind allerdings auch so, wo man sagen muss: Okay, sie sind nicht total unterlegen und es fehlt vielleicht noch ein letztes Quäntchen, das dann zum ersten Punktgewinn führt“, schätzt Baumann die Situation des kommenden Gegners ein. Entsprechend dürfte seine Mannschaft auf einen Gastgeber treffen, der gerade vor heimischem Publikum alles daransetzen wird, endlich etwas Zählbares einzufahren.

Für Buttstädt geht es dabei trotz des Fehlstarts nicht ausschließlich um kurzfristige Ergebnisse. Die Landesklasse ist für den Aufsteiger auch ein Stück weit eine Entwicklungsreise. „Prinzipiell ist die Landesklasse aber für uns nach wie vor ein Abenteuer, was wir gerne annehmen“, erklärt Steiner. Entscheidend sei für den Verein vor allem, „dass wir uns und unsere Nachwuchsspieler weiterentwickeln und wir als Truppe zusammenbleiben.“ Selbst ein möglicher Abstieg würde an dieser grundsätzlichen Haltung offenbar nichts ändern. „Und wenn am Ende eben der Abstieg steht, dann ist das für uns in Buttstädt auch kein Beinbruch“, sagt Steiner. Die Entwicklung der Mannschaft und die langfristige Perspektive stehen für den Verein damit über dem kurzfristigen Tabellenstand.

Ganz anders stellt sich die Situation für Dingelstädt dar. Drei Punkte stehen bislang auf dem Konto – zu wenig, um sich im Tabellenkeller zurückzulehnen. Nach dem jüngsten 3:3 gegen den SV Empor Walschleben dürfte dabei vor allem die verpasste Chance auf einen Dreier noch nachwirken. Gegen den amtierenden Meister der vergangenen Saison führte Dingelstädt bereits mit 3:0, musste sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen. „Wir haben gegen Walschleben 60 Minuten gezeigt, dass wir durchaus in der Lage sind, die nächsten Spiele auch mal positiv zu gestalten“, blickt Baumann dennoch auf die positiven Aspekte zurück. Gleichzeitig kennt er die Schwachstelle seiner Mannschaft: „Wenn uns ein Negativerlebnis widerfährt, dann ist sofort das Selbstvertrauen weg. Da wird dann gezittert und das hat uns gegen Walschleben dann die drei Punkte gekostet.“

Genau diese Reaktion soll in Buttstädt vermieden werden. Für Baumann ist es eine der zentralen Aufgaben, seine Mannschaft nach Rückschlägen wieder aufzurichten und ihr das nötige Selbstvertrauen mitzugeben. „Das ist dann ein Stück weit meine Aufgabe, die Jungs wieder aufzubauen, dass wir jetzt wieder mit neuer Hoffnung nach Buttstädt fahren und vor allen Dingen auch mit Selbstvertrauen.“

Dabei kann Dingelstädt durchaus auf den Punktgewinn gegen Walschleben als Mutmacher verweisen. „Wir haben immerhin dem Meister von der letzten Saison einen Punkt abgeknöpft“, erinnert Baumann. Nun soll im direkten Kellerduell möglichst der nächste Schritt folgen.

So unterschiedlich die Ausgangslagen auch sind, eines verbindet beide Mannschaften: Beide brauchen ein Erfolgserlebnis. Buttstädt will endlich den ersten Punktgewinn feiern und zeigen, dass die Entwicklung der vergangenen Wochen Früchte trägt. Dingelstädt möchte mit einem Auswärtssieg den Anschluss an die Mannschaften vor sich herstellen und die eigene Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter nähren.

Für beide Teams ist das Duell damit bereits am 8. Spieltag von enormer Bedeutung. Baumann bringt diese aus seiner Sicht auf den Punkt: „Jetzt heißt es schon fast alles oder nichts.“

Brennt im Tabellenkeller also noch Licht? In Buttstädt wird man alles dafür tun, dass es endlich heller wird. Dingelstädt will dagegen verhindern, dass die eigene Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter ins Dunkel rückt.


Quelle:FuPa Thüringen - Christopher Plischka