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Angriff auf die Spitzengruppe

Thomas Behrendt, 16.08.2008

Angriff auf die Spitzengruppe

Neue Besen kehren gut. Ein Beispiel für die Richtigkeit dieses Sprichwortes, das nicht nur im Fußball oft seine Anwendung findet, lieferte René Gerlach. Er löste vor Jahresfrist Wolfgang Dummer auf der Trainerbank des SV Empor Buttstädt ab und erreichte mit ihr das beste Ergebnis aller drei Landesklassenmannschaften des Fußballkreises.Der Apoldaer verwies jedoch gleich zu Beginn des TA-Gesprächs darauf hin, dass der gute 6. Platz nicht allein das Ergebnis seiner Arbeit war, sondern vor allem dem engagierten Einsatz seiner Schützlinge. "Alle zogen in der Vorbereitung engagiert mit, was sich schnell auszahlen sollte", so René Gerlach rückblickend. Nach einem leicht holprigen Saisonstart schwang sich die Mannschaft zu einem sehenswerten Lauf auf, der sie auf Platz zwei führte. Dass der Truppe Mitte der Rückrunde dann etwas die Luft ausging, war für den 43-Jährigen nicht überraschend. "Achtzig Prozent der Spieler arbeiten auswärts, da ist ein durchgängig gezieltes Training ganz einfach nicht möglich", begründete der lizenzierte Fußballtrainer den Durchhänger seiner Truppe.In diesem Spieljahr soll das erreichte Ergebnis getoppt werden, steht Platz eins bis vier als Vorgabe. Als Pfand für die Realisierbarkeit dieses Ziels sieht Gerlach, der lange Jahre beim VfB Apolda im Mittelfeld kickte, seine Offensivspieler: "Mit Peter und Zinke über links sowie Müller und Feuerstacke über rechts verfügen wir über eine der stärksten Sturmreihen der Staffel Ost!" Handlungsbedarf sieht er jedoch im Defensivbereich. Zwar füllte Youngster Sebastian Wolf (19) die Liberoposition sehr gut aus, doch fehlt ihm auf Grund seiner Jugend noch die Beständigkeit. "So lange aber die erfahrenen Keil-Brüder, Maik Franz und Jörg Große ihr Ding machen, ist mir nicht bange", zeigt sich der Trainer optimistisch. Als Lichtblick sieht Gerlach die Entwicklung von Ralf Granold, der in die Mannschaft eingebaut werden soll, und vor allem die von Martin Thiel. "Er ist in eine Führungsrolle hineingewachsen. Deshalb möchte ich ihn mit der Kapitänsrolle betrauen." Das Schiff wasserdicht halten soll Torwart Karsten Straßburg, der "hinten eine Bank ist". Da es hinter ihm aber nur interimsmäßig eine Nummer 12 gibt - Hendrik Blose (hatte Ende der vergangenen Saison seinen Abschied erklärt) hält sich (ohne Training) für den Notfall bereit - wird ein zweiter Mann zwischen den Pfosten gesucht.

Gesucht wird momentan auch die Stammformation. "Die Vorbereitung verlief arbeits-, urlaubs- und verletzungsbedingt alles andere als optimal", schätzt der Trainer ein. Bis alle wieder da und fit sind, hieße es zum Saisonstart: Augen zu und durch. Dass aber auch der "zweite Anzug" passt, bewiesen die Buttstädter im Pokal gegen Thüringenligist Schlotheim, der sich nur mit viel Glück durchsetzte - eine Tatsache, die sehr optimistisch stimmt.


Quelle:TA Uwe Gericke