SV Empor Buttstädt e.V.
www.kabine38.de - der Vereinsshop des SV Empor Buttstädt

Klar am Ziel vorbei - Saisonrückblick

Thomas Behrendt, 31.07.2007

Klar am Ziel vorbei - Saisonrückblick

BUTTSTÄDT (ug). Das Jahr nach einem Abstieg ist meist ein schweres. Das bekamen die Buttstädter in dieser Saison zu spüren. Erfahrungen auf diesem Gebiet hatten die Emporianer überhaupt nicht, ging es doch nach der Qualifikation für die Bezirksliga im Jahr 1995 eigentlich nur stetig bergauf. So gab es nach den Aufstiegen in die Landesklasse (2000) beziehungsweise Thüringenliga (2003) nur Grund zum Feiern.Die Folgen, die diese völlig neue Situation nach sich zog, sollten sich frühzeitig zeigen. Da sich die Fluktuation im Kader in Grenzen hielt - mit Oliver Janicke und Martin Peter verließen nur zwei Spieler den Verein -, stellte sich die Mannschaft das Ziel des sofortigen Wiederaufstieges. Schnell jedoch wurden die Emporianer auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sie mussten feststellen, dass ein Absteiger meist der Gejagte ist. Das drückte sich auch in der Tabellensituation aus. Nach acht Spieltagen fand man sich auf dem 10. Tabellenplatz wieder.Nach internen Aussprachen und der Maßgabe, die Trainingsbeteiligung und -intensität zu erhöhen, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Mit einem Remis und fünf Siegen am Stück verbesserte sich die Elf von Trainer Wolfgang Dummer auf den 3. Rang und hatte im Kreisderby in Gebesee zum Halbserien-Halali sogar die Chance, die Gebeseer vom 2. Platz zu verdrängen. Das Unterfangen misslang, da es die Emporianer nicht vermochten, ihre spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen (0:1).Doch schon in den ersten beiden Spielen der zweiten Halbserie zeigte es sich, dass die Buttstädter am Limit spielten. Durch Gelb-Sperren und Verletzungen dezimiert - Carsten Kämmer und Peter Spangenberg waren schon früh in der Hinrunde ausgeschieden - rutschten sie auf Rang acht ab.Die personelle Situation sollte sich noch weiter zuspitzen, fielen doch auch Heiko Lubrich, Michael Schmidt und Christian Richter bis zum Saisonende aus. Vor allem Richters Ausfall schmerzte sehr, hatte er doch nach längerer Verletzungspause zu alter Torgefahr zurückgefunden. Er war letztlich der mit neun Treffern torgefährlichste Buttstädter, zumal Martin Peter - in der Winterpause zurückgekehrt - seinen Torinstinkt verloren zu haben schien und nur einmal traf. So war die Luft vorzeitig raus, gelang vornehmlich zu Hause so gut wie nichts mehr, sieht man von dem (einzigen) Sieg ab (3:1 gegen Sömmerda). Angesichts der schwindenden Chancen, noch im Vorderfeld der Tabelle zu landen, ließ das Engagement der Mannschaft immer mehr zu wünschen übrig und gipfelte nicht nur in einem Nichtantritt (in Neustadt), mit dem eine wesentliche bessere Platzierung in der Fair-Play-Wertung und viel Kredit verspielt wurde, sondern auch in einer Blamage am Schlusstag gegen Gebesee (1:5).


Quelle:TA Uwe Gericke